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Photovoltaik in Flensburg: Wohngebäudepflicht könnte schon im Sommer 2022 kommen

Flensburg, Wohngebäudepflicht, Eigennutzung oder Einspeisung, Förderungsmöglichkeiten Schleswig-Holstein, wirtschaftlicher Aspekt, Vorteilen in Flensburg, KfW

Photovoltaik im Norden – lohnt sich das?

Schleswig-Holstein ist bezüglich Erneuerbarer Energien Vorreiter in Deutschland, was auch in der Lage als nördlichstes Bundesland begründet ist. Photovoltaik in Flensburg könnte schon im Sommer 2022 für Wohngebäude Pflicht werden. Eine Förderung über das Bundesland Schleswig-Holstein ist nicht möglich. Wer eine Solaranlage installieren möchte, kann jedoch über die KfW eine Förderung erhalten.

Mit Sonnenenergie lässt sich Strom sauber und klimafreundlich erzeugen – selbstverständlich auch in der Region Flensburg. Mit der Nutzung von Sonnenlicht zur Energiegewinnung werden die natürlichen Ressourcen geschont. Um aus Sonnenenergie Strom zu erzeugen, ist eine Photovoltaikanlage erforderlich, die aus mehreren Modulen besteht. Die einzelnen Module setzen sich aus Solarzellen zusammen. Es gibt mittlerweile zahlreiche Hersteller von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen), die immer modernere Technologien für die Fertigung der Module anwenden. So ist eine immer höhere Ausbeute an Energie möglich, auch dann, wenn der Himmel bedeckt ist.

In jeder Solarzelle befinden sich zwei Halbleiterschichten. Trifft Sonnenlicht auf die Solarzellen, entsteht ein Gleichstrom. Vom Elektronenüberschuss in der oberen Schicht fließen die Elektronen zum Mangel in der unteren Schicht. Damit der erzeugte Strom im Haushalt genutzt werden kann, muss der Gleichstrom von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden. Alternativ zur Nutzung im Haushalt kann der Strom auch in ein öffentliches Netz eingespeist werden. Um den Strom auch bei einem Ausfall des öffentlichen Netzes im Haushalt zu nutzen, kann die PV-Anlage mit einem Batteriespeicher kombiniert werden.

Bei der Installation einer Solaranlage kommt es auf eine möglichst hohe Stromausbeute an. Dafür ist die Installation auf der Südseite eines Daches am besten geeignet. Hohe Stromerträge werden auch noch bei Dächern mit Südost- oder Südwest-Ausrichtung erzielt. Eine Ost-West-Ausrichtung ist bei Photovoltaik in Flensburg ebenfalls sinnvoll, da dann viele Module auf dem Dach platziert werden können. Ein weiterer Faktor für einen hohen Stromertrag ist die Dachneigung, die mit 30 Grad optimal ist. Die Erträge sind um bis zu 10 Prozent geringer, wenn der Neigungswinkel kleiner als 25 und größer als 60 Grad ist.

Eigennutzung oder Einspeisung des erzeugten Stroms

Bei PV stellt sich grundsätzlich die Frage, ob die Nutzung des Stroms im eigenen Haushalt oder die Einspeisung ins öffentliche Netz günstiger ist. Mit jedem Monat der Inbetriebnahme einer PV-Anlage fällt die Einspeisevergütung pro Kilowattstunde geringer aus. Deutlich höher ist die Einsparung von Stromkosten, wenn der Strom im eigenen Haushalt genutzt wird. In Anbetracht der immer weiter steigenden Stromkosten ist die Installation eines Batteriespeichers sinnvoll.

Lesen Sie weiter: Batteriespeicher – eine sinnvolle Ergänzung zur PV-Anlage

Wird PV in Schleswig-Holstein demnächst Pflicht?

Das Kabinett von Schleswig-Holstein hat im Juni 2021 das Energiewende- und Klimaschutzgesetz verabschiedet. In Schleswig-Holstein besteht noch ein hohes Ausbaupotential für Photovoltaik und andere Erneuerbare Energien. Auf Gebäuden in Schleswig-Holstein sehen aktuelle Studien ein Potential der Photovoltaik von 7 bis 9 Gigawatt vor. Aktuell sind gerade einmal 1,1 Gigawatt realisiert. Beim Neubau und bei der Renovierung von Nichtwohngebäuden soll Photovoltaik laut Umweltministerium Schleswig-Holstein auf geeigneten Dachflächen Pflicht werden. Die Photovoltaik soll mehr als 10 Prozent der Dachfläche einnehmen.

Bei der Neuerrichtung von größeren Parkplätzen mit geeigneter Fläche und mindestens 100 Stellplätzen wird Photovoltaik ebenfalls Pflicht. Für Wohngebäude könnte Photovoltaik in Flensburg schon ab dem Sommer 2022 Pflicht werden. Landesliegenschaften sollen bei Sanierung und Neubauten künftig generell mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Die Emissionen sollen bis 2030 um mindestens 55 Prozent, bis 2040 um mindestens 70 Prozent und bis 2050 um bis zu 95 Prozent reduziert werden.

Mehr Informationen zu Photovoltaik in Schleswig-Holstein.

Profitieren Sie von den Vorteilen von PV in Flensburg

Eine PV-Anlage leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima. Wer den Strom im eigenen Haushalt nutzt, wird unabhängiger von den Stromanbietern. Das ist angesichts der aktuellen Strompreise sinnvoll, die inzwischen im Schnitt bei 35 Cent pro Kilowattstunde liegen. Künftig ist mit einem weiteren Preisanstieg zu rechnen.

Photovoltaik in Schleswig-Holstein bietet jedoch noch weitere Vorteile:

  •  Schonung der Ressourcen, da Sonnenlicht genutzt wird
  •  Beitrag zur Energiewende
  •  Erzeugung von umweltfreundlicher, sauberer Energie
  •  kein Schadstoffausstoß, da nichts verbrannt wird
  •  Lebensdauer der Anlage von 20 bis 25 Jahren
  •  nur geringer Leistungsverlust während der Lebensdauer
  •  kein hoher Aufwand und keine hohen Kosten für die Wartung

Privatpersonen, die sich für Photovoltaik in Flensburg entscheiden und eine Anlage auf ihrem Dach installieren, nutzen spezielle Vorteile. Für die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz wird pro Kilowattstunde eine Einspeisevergütung gewährt. Wird der Strom im eigenen Haushalt genutzt, lassen sich Stromkosten sparen. Die Anlage kann mit einer Wallbox zum Laden von Elektrofahrzeugen kombiniert werden. So wird die Elektromobilität gefördert. Wer einen Batteriespeicher installieren lässt, profitiert auch dann von Strom aus Solarenergie, wenn das öffentliche Netz ausfällt.

Fördermöglichkeiten für PV in Schleswig-Holstein

Programme für die Förderung von PV finden auch in Schleswig-Holstein stark nachgefragt – besonders vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse. Gegenwärtig wird keine Photovoltaik Förderung vom Bundesland Schleswig-Holstein gewährt. Das letzte Förderprogramm war nach nur acht Monaten Anfang 2021 komplett ausgeschöpft. Auch eine Förderung von Stromspeichern wird vom Bundesland Schleswig-Holstein nicht gegenwärtig mehr gewährt.

Dennoch kann die Installation einer PV-Anlage gefördert werden.

Die KfW bietet gleich mehrere Förderprogramme an:

  •  Programm 270: Erneuerbare Energien Standard als zinsgünstiger Kredit mit effektivem Jahreszins ab 1,43 Prozent
  •  Programme 261 und 262: Wohngebäude-Kredite für die energieeffiziente Sanierung von Häusern und Wohnungen
  •  Programm 461: Wohngebäudezuschuss für die energieeffiziente Sanierung von Häusern und Wohnungen.

Bei den Krediten der KfW ist wichtig, dass sie vor dem Beginn der Baumaßnahme beantragt werden. Der Wohngebäude-Kredit muss nicht vollständig zurückgezahlt werden, wenn ein Tilgungszuschuss beantragt wird. Der Antrag für eine Förderung durch die KfW wird über die Hausbank gestellt.

Lesen Sie weiter: Photovoltaik – Was sind die Kosten & welche Förderung gibt es?

Ist Photovoltaik für Haushalte in der Region Flensburg wirtschaftlich?

Photovoltaik in Flensburg und Umgebung lohnt sich für Privathaushalte. Für die Installation einer PV-Anlage in Flensburg kann eine Förderung der KfW beansprucht werden. Sinnvoller als die Einspeisung in ein öffentliches Netz ist die Nutzung des Stroms im eigenen Haushalt. Die Einsparung von Stromkosten ist deutlich höher als die Einspeisevergütung, die immer geringer ausfällt.

FAQs

Welchen Mindestabstand muss ein Solarmodul zum Nachbarhaus Dach einhalten in Schleswig-Holstein?

Besteht eine Photovoltaikanlage aus nicht brennbaren Baustoffen, muss kein Mindestabstand von 1,25 m von Brandwänden oder Wänden eingehalten werde. (§ 33 Abs. 5 LBO Schleswig-Holstein)

Für weitere Informationen erfahren Sie hier mehr über One More Energy und nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt zu uns auf!

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